Mecklenburg Urlaub

Force Attack 2008 – Ein Ostseeurlaub

Schon seit Wochen können wir vor lauter Vorfreude kaum noch schlafen: Das Force Attack steht wieder mal vor der Tür!

Kulle muss schon aus medizinischer Sicht dringend zur Ostsee auf Kur, da er sich schon seit Wochen mit bronchialen Leiden konfrontiert sieht. Hansi erhofft sich von dieser Reise hochkarätigen kulturellen Input und Roland möchte einfach mal ganz privat ein Bier trinken, da ihm die stetige berufliche Biertrinkerei doch ziemlich zu schaffen macht.

Also allerhöchste Eisenbahn für einen Ostseeurlaub!

Hier unser Force Attack-Tourtagebuch…

Freitag, 12:30:

Alles ist vorbereitet. Jeder versucht es mit eigener Methode:

Hansi hat ausser seinem Leopardenhut nichts dabei, da kann er nichts verlieren. Ich habe alles doppelt mit, falls ich was verliere.

Auf dem Hof des Instituts für Gärungsgewerbe treffen wir auf Roland. Sein Chef trägt ihm eine Tüte Schnapsflaschen hinterher. Ein Traumjob, möchte man meinen. Standesgemäß tritt Roland mit Rollkoffer auf, alter Angeber.

Schnell noch ein wenig Bier eingepackt und ab geht die Post.

Das Bier, welches zu Testzwecken aus Russland importiert wurde und sich in praktischen 1,5 Liter-Plastikflaschen befindet werden wir selbstverständlich einem eingehenden Praxistest unterziehen.

Irgendwann zwischendurch: Das Force Attack

Montag, 15:00:

Abreise. Ein kleines Problem stellt nun das Führen unseres Kraftfahrzeugs dar. Nach eingehenden psychologischen und physiologischen Tests erweist sich Roland als ausreichend fahrtüchtig. Zumindest bis zum Ostseestrand.

Dort sind mittlerweile die Urlauber den Punkern schon wieder zahlenmässig überlegen und wir entscheiden uns für einen Kurzaufenthalt um nicht auch  zum fettleibigen Ostseeurlauber zu mutieren. Das geht schneller als man denkt. Matze hat schon eine Bockwurst in der Hand und Kulle begibt sich mit einem Flutschi-Eis auf einen ausgedehnten Strandspaziergang. Also Weiterfahrt.

Nach einem weiteren Bad in der mecklenburgischen Seenplatte und einem letzten Halt zum Abendessen in Neuruppin (wo unser Versuch, die letzte Force Attack-Biermarke einzulösen seltsamerweise kläglich scheitert) kommen wir durch und durch erholt in Berlin an.

Fazit:

Durch etliche tiefgründige Gespräche und nicht zuletzt durch unsere zahlreichen FKK-Bäder haben wir auf diesem Ausflug  viel von einander gelernt. So erfährt man doch viele vorher unbekannte Dinge auf solch langen Busreisen. Zum Beispiel hätte ich nie gedacht, dass Hansi zu Zeiten des Sklavenhandels geschäftlich an der Elfenbeinküste tätig war. Na, vielleicht habe ich da auch etwas falsch verstanden. Hervorzuheben sind jedoch seine Forschungsergebnisse auf dem Bereich der Bierkühlung in der Sahara. Viel darf darüber vor der Patentierung nicht verraten werden. Vielleicht nur so viel: ohne nasse Socke gehts nicht.

Wir freuen uns schon aufs Force Attack 2010!

Bis dahin,

Euer Rengo Merengue

Ostermarsch und 1. Mai / Myfest 2008

Auch dieses Frühjahr waren wir auf mehr oder weniger politischen Veranstaltungen anzutreffen. Zunächst spielten wir auf der Abschlusskundgebung des Berliner Ostermarsches. Dort konnten wir die Friedensbewegung mit Gassenhauern wie „I’ m in the mood for a riot, baby“ begeistern. Unser lieber Ex-Posaunist Sebastian kam aus seinem Kölner Exil auf einen Sprung vorbei und hatte zum ersten Mal das zweifelhafte Vergnügen uns von vorn zu besichtigen.

Toll und stimmungsvoll war es auch wieder am 1. Mai vor und auf der Coretexbühne in der Kreuzberger Oranienstraße. Hat wieder mal großen Spaß gemacht. Unverständlich bleibt mir nach wie vor, dass die Polizei in Stoßtrupps offensichtlich ziellos durchs Publikum marschierte und dabei tanzende Festivalgäste durch die Gegend schubste. Gezielte Straftäterverfolgung sieht, glaube ich, anders aus. Vermutlich muss die Polizei auch provozieren, da sie schließlich eine Daseinsberechtigung braucht. Schade und überflüssig auch, dass die Ordnungsverhüter unseren Saxofonisten nach dem Auftritt ziemlich rabiat eingesackt haben. Er hatte zuvor eigentlich die richtigen Noten gespielt.

Es wäre schön, wenn die „Freunde und Helfer“ beim nächsten Mal zu Hause blieben. Auf dem Kreuzberger Myfest werden wir sie bestimmt nicht vermissen.

Vielen Dank ans Core Tex , an Erika für die tollen Myfestfotos und Danke an Katie und Bernhard für die groovigen Ostermarschbilder.

Grüße,
Kulle